Korrosionsschutz im Stahlbau unter Berücksichtigung der DASt-Richtlinie 022

Teilnehmer

Fachpersonal aus den Bereichen Korrosionsschutz-, Bau- und Projektplanung, Arbeitsvorbereitung, Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung, Personen mit KOR-Schein (Kolonnenführer) sowie alle am Korrosionsschutz interessierten.

Inhalte

Korrosion verursacht, trotz modernster Werkstoffe und hochentwickelter Fertigungs- und Verarbeitungsverfahren immer wieder große Schäden in allen Zweigen der Wirtschaft. Den Korrosionsschutzmaßnahmen kommt damit besonders im chemischen Apparate- und Anlagenbau, im Rohrleitung-, Maschinen-, Stahl- und Brückenbau, aber auch im Bereich der Fahrzeugindustrie und der Energiewirtschaft große Bedeutung zu. Auch im Stahlbau ist die Korrosion in Atmosphäre, Wasser oder Erdreich ein dauerhaftes Problem. Um die Stahlbauteile vor den korrosiven Belastungen zu schützen, werden die Stahloberflächen mit organischen Beschichtungsstoffen beschichtet oder es werden metallische Überzüge aufgebracht. Das Feuerverzinken hat sich als Korrosionsschutzmaßnahme als effizientes, kostengünstiges Verfahren etabliert, mit dem ein sehr langlebiger Schutz erreicht werden kann.

Nach schwerwiegenden Schadensfällen an feuerverzinkten Stahlbaukonstruktionen ist 2009 die DASt-Richtlinie 022 erarbeitet und eingeführt worden. Damit verfügt Deutschland über ein verbindliches technisches Regelwerk, das im bauaufsichtlich geregelten Bereich für das Feuerverzinken von Ausschreibern, Planern, Konstrukteuren und Fertigungsbetrieben verbindlich anzuwenden ist. In den zurückliegende Jahren hat sich die DASt-Richtlinie 022 zu einem bewähren Regelwerk zur Qualitätssicherung von sicherheitsrelevanten tragenden feuerverzinkten Bauprodukten entwickelt. Im Juni 2016 wurde vom Deutschen Ausschuss für Stahlbau (DASt) eine überarbeitet Fassung der DASt-Richtlinie 022 veröffentlicht.

Die DASt-Richtlinie 022 gilt für alle tragenden, vorgefertigten Stahlbauteile, die entsprechend DIN EN 1090 und DIN EN 1993 bemessen und gefertigt werden. Dazu gehören die s. g. „schweren“ Stahlkonstruktionen aber auch leichtere Konstruktionen wie Treppen, Geländer oder kleinere Metallbauartikel (z. B. Absturzsicherungen). Darüber hinaus muss sie angewendet werden, wenn in anderen Regelwerken darauf verwiesen wird, wie es z. B. in der ZTV-ING erfolgt. In der überarbeiteten Fassung vom Juni 2016 wird der Gültigkeitsbereich auf verzinkte Bauteile erweitert, die auf Ermüdung beansprucht werden.

Die neue Richtlinie beinhaltet zahlreiche Änderungen, aber auch Vereinfachungen. Das angebotene Seminar informiert über die Inhalte und das Arbeiten mit den neuen Regeln. Es richtet sich an Fachpersonal aus den Bereichen Korrosionsschutz-, Bau- und Projektplanung, Arbeitsvorbereitung, Konstruktion- und Berechnung, Fertigung und Qualitätssicherung und Feuerverzinkereien, Personen mit KOR-Schein nach ZTV-ING sowie alle am Korrosionsschutz interessierten

Termine

22.06.2018 Halle (Saale) 400,00 €
Zur Anmeldung

Ihr Ansprechpartner

Stefanie Ponsold
Telefon: +49 345 5246-220
Fax: +49 345 5246-222
E-Mail: ponsold.at.slv-halle.de

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