Neue Möglichkeiten der Ultraschallprüfung nach aktuellen Regelwerken
(klassische Prüfung, Phased Array, Time of Flight Diffraction, elektromagnetisch erzeugter Ultraschall, Luftultraschall)

Teilnehmer

Schweißaufsichtspersonen, Schweißfachingenieure, Ultraschallprüfer

Inhalte

Ziel der Fortbildung ist eine Auffrischung in die Besonderheiten der Regelwerke für die klassische Ultraschallprüfung. Den Teilnehmern werden bei diesem Seminar neben der klassischen Ultraschallprüfung besonders die Sonderverfahren Phased Array (Gruppenstrahltechnik), TOFD-Prüfung, EMAT (elektromagnetisch erzeugter Ultraschall) und Prüfen mit Luftultraschall näher gebracht.

Es wird auf die Besonderheiten der einzelnen Verfahren eingegangen, sowie auf den Umgang mit der Prüftechnik bei der Durchführung von Prüfaufgaben nach dem jeweiligen aktuellen Regelwerk. Weiterhin lernt der Lehrgangsteilnehmer die aufgenommenen Daten nach der gültigen Norm zu bewerten.

Gerade bei der Prüfung von Schweißnähten gewinnt die TOFD-Prüfung (dt. Laufzeit-Beugungs-Methode) immer mehr an Bedeutung, weil dieses Prüfverfahren eine Alternative zur Durchstrahlungsprüfung bietet. Anders als bei der konventionellen Ultraschallprüfung können zum Beispiel neben Bindefehlern und Rissen auch Schlacken, Schlauchporen und die Einschweißtiefe von Y-Nähten nachgewiesen werden. Die TOFD-Prüfung gehört zu den bildgebenden Verfahren der Ultraschallprüfung, dadurch erhält der Auftraggeber ein Dokument, indem er die Länge und die Tiefenausdehnung von Anzeigen ausmessen kann. Dieses Verfahren eignet sich auch ideal zur Prüfung von Reparaturschweißungen.

Phased Array (Gruppenstrahltechnik) gewinnt stetig an Bedeutung im Bereich der Bauteilprüfung. Die Phased Array Technik bietet die Möglichkeit das Schallbündel zu schwenken oder zu fokussieren. Eine gute Auffindwarscheinlichkeit für Unregelmäßigkeiten und zusätzliche Möglichkeiten zur Analyse derselben sind Vorteile dieser Technik. Der Sektorscan sowie die farbliche Darstellung einer Vielzahl von Ultraschallinformationen erfordert eine Interpretation, die dem Kursteilnehmer im Rahmen des Kurses anhand von praktischen Beispielen erläutert wird. Weiterhin wichtig ist eine fachgerechte Anwendung, um die Vorteile dieser Prüfmethode nutzen zu können. Bei Schweißnähten stellt sich die Frage der korrekten Prüfkopfposition in Abhängigkeit der Schweißnahtvorbereitung und Wanddicke.

Mit der EMAT-Prüfung steht dem Anwender ein innovatives Ultraschallverfahren zur Verfügung, welches weder Koppelmittel erfordert noch einen unmittelbaren Kontakt zu der Oberfläche des Prüfstückes benötigt. Während dieses Prüfverfahren in der Vergangenheit ausschließlich in der In-Line Fertigung verwendet wurde, ermöglichen neuentwickelte tragbare Systeme die Nutzung von EMAT inzwischen in vielfältigen individuellen Anwendungen der Werkstoffprüfung.

Die oben aufgeführten Spezialgebiete der Ultraschallprüfung setzen allgemeine Kenntnisse der Ultraschallprüfung voraus und richten sich an Personen mit UT-Zertifikaten nach DIN EN ISO 9712 aber auch an allen anderen Interessierten. In praktischen Übungen wird der Umgang mit der Technik vermittelt. Zum Abschluss des Seminars wird an Hand von praxisnahen Beispielen das Prüfen mit Hilfe von Luftultraschall vorgeführt.

Hinweis

Alle Lehrgangsteilnehmer erhalten am Ende Teilnahmebescheinigung mit entsprechendem Stundennachweis für die Weiterbildung.

Termine

24.05.2018 Halle (Saale) 400,00 €
Zur Anmeldung

Ihr Ansprechpartner

Stefanie Ponsold
Telefon: +49 345 5246-220
Fax: +49 345 5246-222
E-Mail: ponsold.at.slv-halle.de

Aktuelle Arbeitsfelder der SLV Halle GmbH