SLV-Forschung trifft Praxis beim DVS CONGRESS 2026

Georg Trensch, Prof. Steffen Keitel, Christoph Gajda und Jörg Neudel brachten beim DVS CONGRESS am 14. und 15. September 2026 aktuelle Themen aus Forschung, Qualitätssicherung und Stahlbau in das Programm ein. Im Mittelpunkt standen additive Fertigung, schweißtechnische Qualitätssicherung an Schienenfahrzeugen, die Bewertung von Altstahl und das thermische Richten. Damit deckten die Beiträge unterschiedliche Fragestellungen ab, die die SLV Halle GmbH derzeit in Forschung und industrieller Praxis beschäftigen.

Forschung kompakt zugänglich machen

Mit dem neuen Format „Forschung – Short & Hot“ öffnete der DVS CONGRESS 2026 erstmals ausgewählte Forschungssessions für einen kostenfreien Livestream. 

Für die SLV Halle GmbH stellte Georg Trensch aktuelle Arbeiten zur metallischen additiven Fertigung vor. Sein Beitrag beschäftigte sich mit der Herstellung und Bewertung von Rohlingen für Hochdruckarmaturen bei hohen Abschmelzleistungen. Damit rückte eine zentrale Frage der industriellen Anwendung in den Fokus: Wie lassen sich additive Verfahren für anspruchsvolle Bauteile technisch bewerten und gezielt für konkrete Fertigungsaufgaben einsetzen?

Qualitätssicherung und Regelwerk aus der Praxis betrachtet

Am zweiten Kongresstag folgten drei Beiträge aus den Praxissessions. Prof. Steffen Keitel widmete sich der fügetechnischen Qualitätssicherung an Schienenfahrzeugen. Christoph Gajda stellte neue Empfehlungen zur sicheren Eigenschaftsbewertung von Altstahl und deren Anwendung im Bauwesen vor. Jörg Neudel teaserte seine neuen Forschungsergebnisse zum effizienten thermischen Richten an Bau- und Feinkornstählen an. 

„Ich bin ganz begeistert, wie viel Anklang und Interesse mein Kurzbeitrag geweckt hat. Noch nach der offiziellen Diskussionsrunde kamen interessierte Fachleute auf mich zu, um mehr über das Flammrichten nach dem t5/3-Konzept zu erfahren“, sagt Neudel. Er stellt neue Grundlagenmodelle und sein Abkühlkonzept zum thermischen Richten zur Schweißtechnischen Tagung im Oktober 2026 vor. 

Austausch bleibt entscheidend

Die Themen zeigen, wie eng Forschung, Regelwerk und praktische Anwendung miteinander verbunden sind. Neue Verfahren müssen technisch beherrschbar sein, bestehende Konstruktionen verlässlich bewertet und Fertigungsprozesse nachvollziehbar abgesichert werden. Der fachliche Austausch auf Veranstaltungen wie dem DVS CONGRESS schafft dafür die Möglichkeit, Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzuführen. Gerade angesichts zurückhaltender Investitionen, veränderter Förderbedingungen und schwer planbarer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gewinnt solch ein Austausch an Bedeutung, bei dem Forschung, Industrie und Fachverbänden gemeinsame Lösungsansätze finden können.

Die SLV Halle GmbH dankt dem DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. für diese Möglichkeit.