Induktives Richten

in Anlehnung nach Richtlinie DVS 1145

Verformungstoleranzen und Schweißverzug gehören in der Metallverarbeitung zum Fertigungsalltag und erfordern wirtschaftliche sowie reproduzierbare Richtverfahren. Induktives Richten ergänzt das klassische Flammrichten durch einen gezielten, kontrollierten Wärmeeintrag und gewinnt aufgrund seines geringeren Energieverbrauchs zunehmend an Bedeutung.

Ein besonderer Fokus des Lehrgangs liegt auf der Gestaltung und Anpassung von Induktoren an unterschiedliche Bauteilgeometrien. Im Praxisteil führen Teilnehmende Erwärmungs- und Richtversuche an verschiedenen Werkstoffen und Bauteilen durch.

Unternehmen profitieren von reproduzierbaren Richtprozessen, bauteilangepasster Wärmeeinbringung und einer wirtschaftlichen Ergänzung zum klassischen Flammrichten.

Eigene Musterteile können nach vorheriger Abstimmung in die praktischen Übungen einbezogen werden.

Auf Anfrage bieten wir unseren Lehrgang auch als individuelle Firmenschulung an.

Zu den Terminen

Voraussetzung

  • Für die Teilnahme sind ausreichende Deutschkenntnisse erforderlich.
  • Technische oder handwerkliche Grundkenntnisse, idealerweise in der Metallverarbeitung, sind vorteilhaft.

Berufliche Fähigkeiten

  • Erkennen, Beurteilen und Analysieren von Verformungen und deren Ursachen
  • Einstellen von Prozessparametern
  • Abmessen des Induktors für den optimalen Richteffekt
  • Berücksichtigen von Arbeitsschutz und Prozessbedingungen

Lehrgangsaufbau

  • Werkstoffverhalten bei örtlicher Erwärmung
  • Grundlagen der Induktionserwärmung
  • Aufbau und Funktion verschiedener Induktionsanlagen und Induktoren
  • Auswahl von Feldkonzentratorflächen (Wärmefiguren) für optimale Richteffekte
  • Gefährdungsbeurteilung und Arbeitssicherheit

  • Anwendung verschiedener Induktoren und Feldkonzentratoren
  • Richtversuche an Blechen, Profilen und Schweißbaugruppen
  • Induktive Richtversuche mit Temperaturkontrolle

  • Keine Prüfung
  • Teilnahmebescheinigung als Kompetenznachweis

Termine

08.06.2027 – 09.06.2027 Halle (Saale) 1.000 €
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