Nachwuchs erlebt Technik aus erster Hand

Technik wird greifbar, wenn sie nicht erklärt, sondern erlebt wird. Der Girls’ und Boys’ Day in der SLV Halle GmbH zeigt, wie schnell aus Neugier echtes Interesse entsteht.

Direkter Einstieg in den 3D-Druck

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer Steffen Wagner ging es ohne Umwege in die Praxis. Die sechs Mädchen und vier Jungen konstruierten eigene Schlüsselanhänger und setzten ihre Ideen direkt im 3D-Druck um. Dadurch erlebten sie Konstruktion und Fertigung als zusammenhängenden Prozess.
Anschließend entstanden eigene Ideen und die Teilnehmenden durften kreativ werden. Sie konstruierten sich ihre eigenen Modelle oder suchten sich andere frei gewählte Modelle aus dem Internet und druckten diese sich selbstständig aus.

Ein Teilnehmer äußerte den Wunsch, selbst weiter im 3D-Druck zu arbeiten und wünschte sich von seinen Eltern direkt einen eigenen 3D-Drucker.

Technik verständlich gemacht

Nach der Besichtigung des SLV-Turms und dem Mittag tauchten die Schülerinnen und Schüler in die komplexe Welt der Werkstofftechnik ein. Sie besuchten unter anderem die Schwinghalle und das Labor für die zerstörende Prüfung. Steffen Fuge zeigte anhand von Zugversuchen mit Schnürsenkeln und Handyladekabeln anschaulich, wie Materialien unter Belastung reagieren. Ein Rundgang durch verschiedene Bereiche machte deutlich, wie breit das Spektrum an Aufgaben ist. Die Teilnehmenden erhielten damit einen realistischen Einblick in technische Berufsfelder und deren Anforderungen.

Begeisterung als Ergebnis

Die Gruppe war aufmerksam, aktiv und interessiert. Damit erwies sich der Girls’ und Boys’ Day als voller Erfolg. Eine Teilnehmerin schrieb direkt eine E-Mail an Jennifer Lindig:

„Ich möchte mich dafür bedanken den Girls‘ and Boys‘ Day bei Ihnen verbracht haben zu dürfen. Es war sehr aufschlussreich und hat viel Spaß gemacht.“

Der Tag macht sichtbar, wie Nachwuchs für Technik begeistert werden kann. Eigenes Ausprobieren, verständliche Vermittlung und reale Anwendungen schaffen echtes Verständnis und nachhaltiges Interesse. Genau hier entsteht die Grundlage für zukünftige MINT-Fachkräfte.