10. März 2026 Autor: Lisa-Marie Trothe
Am 13. Februar 2026 besuchte die Landtagsabgeordnete Dr. Katja Pähle die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Halle GmbH am Standort Trotha. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Fachkräftesicherung und kommunale Rahmenbedingungen am Standort langfristig zusammenwirken. Während des Rundgangs durch die Werkstätten, Labore und Veranstaltungsräume erläuterte Geschäftsführer Steffen Wagner beispielhaft, vor welchen Herausforderungen KMUs in der Region stehen.
Das Veranstaltungszentrum bot Einblicke in Vernetzungsmöglichkeiten. Auch das Audimax besichtigte Pähle, das für den Regionalwettbewerb Jugend forscht vorbereitet wurde. Wie viele KMUs engagiert sich auch die SLV Halle GmbH in der Nachwuchsförderung. Die Wettbewerbsformate Jugend forscht und Jugend schweißt sowie weitere MINT-Aktionstage sichern langfristig qualifizierte Fachkräfte für Industriepartner in der Region. Allein reicht dieses Engagement jedoch nicht aus. Industrielle Kompetenzzentren benötigen zusätzlich politische und gesellschaftliche Sichtbarkeit, um Investitionen, Infrastruktur und Förderinstrumente dauerhaft am Standort zu verankern.
„Die Industrie trägt Verantwortung für Qualifikation, Effizienz und technologische Weiterentwicklung. Gleichzeitig brauchen wir eine stärkere Wahrnehmung der Unternehmen in der Stadtgesellschaft“, betont Wagner.
Im Gespräch wurde die Weiterentwicklung des SLV-Geländes als repräsentatives Einfallstor aus dem Norden thematisiert. Nationale und internationale Fachtagungen, einzigartige Lehrgänge in der additiven Fertigung (Metall) sowie landes-, europa- und sogar weltweite Kooperationen im Bereich Schienenfahrzeugbau oder im Stahl- und Stahlhochbau bringen regelmäßig Gäste nach Halle. Damit diese Formate dauerhaft am Standort gehalten werden können, sind funktionierende Infrastruktur, verlässlicher öffentlicher Personennahverkehr und ausreichende Unterbringungsmöglichkeiten zentrale Standortfaktoren. Sie stellen sicher, dass qualifizierte Fachkräfte langfristig für Industriepartner in der Region verfügbar bleiben.
Bei dem Rundgang durch das Europäische Berufsbildungszentrum Schweißen im Schienenfahrzeugbau zeigte das Team der SLV Halle GmbH die gesamte Prozesskette von handgeführten Fügeprozessen über automatisiertes Schweißen und Schrauben bis hin zur additiven Fertigung von Metall. Wagner erläuterte, wie Ergebnisse öffentlich geförderter Forschungsprojekte über zertifizierte Lehrgänge in die industrielle Praxis überführt werden.
Über mehrere Jahre hinweg investierte die SLV Halle GmbH in Werkstätten, technische Ausstattung und spezialisiertes Lehrpersonal. Damit entstand eine leistungsfähige Infrastruktur, die Qualifizierung, Forschung und industrielle Anwendung am Standort bündelt. Industriepartner profitieren von verlässlichen Ansprechpartnern, normgerechten Verfahren und kontinuierlicher Weiterentwicklung.
„Mehrjährige Investitionsperspektiven sichern die Zukunftsfähigkeit unseres Kompetenzzentrums“, sagt Wagner.
Dr. Katja Pähle und Geschäftsführer Steffen Wagner im Gespräch über Förderpolitik © Felix Klein
Der Besuch des akkreditierten Prüflabors verdeutlichte die Relevanz der SLV Halle GmbH für Industriepartner aus der Bauaufsicht oder dem Nutzfahrzeugbau. Werkstofftechnische Untersuchungen und Prüfaufgaben im Bereich sicherheitsrelevanter Infrastrukturen sind Grundvoraussetzung für Marktzugang und Normenkompetenz. Als energieintensive Einrichtung ist das Labor allerdings auf planbare und wettbewerbsfähige Energiepreise der Stadt angewiesen.
„Politische Rahmenbedingungen entscheiden darüber, ob industrielle Kompetenz dauerhaft in Halle gebündelt bleibt“, so Pähle.
Der Besuch unterstreicht die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Industrie und Politik. Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo kommunale Infrastruktur, verlässliche Förderinstrumente und industrielle Leistungsfähigkeit ineinandergreifen.
Die SLV Halle GmbH versteht sich dabei als leistungsstarker Hidden Champion, der Fachkräfteentwicklung, Forschung, Verfahrensprüfungen und Qualitätssicherung in einer integrierten Struktur verbindet und damit industrielle Substanz in der Region sichert.
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