SLV Halle überzeugt mit additiver Fertigung beim TRAINS-Fachsymposium

Wie innovative Technologien den Schienenverkehr verändern, entscheidet sich nicht allein in der Forschung. Erst der Transfer in die industrielle Praxis und die Qualifizierung der Fachkräfte machen Innovationen nutzbar. Genau diesen Anspruch machte die SLV Halle GmbH beim zweitägigen TRAINS-Fachsymposium Dessau-Roßlau Anfang Juli deutlich. Mit Fachvorträgen, Bildungsangeboten und einer aktiven Präsenz in der Fachausstellung gestaltete das Unternehmen das Abschlussforum des TRAINS-Projekts entscheidend mit. Das Symposium brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung zusammen, um Ergebnisse aus sechs Jahren Projektarbeit zu diskutieren und neue Kooperationen anzustoßen.

Auftakt im Zeichen des persönlichen Austauschs

Den ersten Veranstaltungstag eröffnete ein Welcome-Abend im Kornhaus Dessau-Roßlau. Den Anfang machte Prof. Keitel, ehemaliger Geschäftsführer der SLV Halle GmbH, danach folgten die Grußworte der anderen Projektverantwortlichen. Der Fokus des Abends lag jedoch auf dem persönlichen Kennenlernen der Teilnehmenden und Vortragenden. Begleitet von Live-Musik, gutem Essen und einer offenen Atmosphäre nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Netzwerke zwischen Forschung, Industrie und Bildung aufzubauen.

Additive Fertigung als Schlüssel für die Ersatzteilversorgung

Der zweite Veranstaltungstag widmete sich den fachlichen Ergebnissen der TRAINS-Initiative. Besonders großes Interesse weckte der Vortrag von Georg Trensch, Fachbereichsleiter der SLV Halle GmbH. Er zeigte, welches Potenzial die drahtbasierte additive Fertigung für die zukünftige Ersatzteilversorgung im Schienenfahrzeugbau besitzt. Dabei verwies er auf das Teilprojekt UV 19 – Innovatives Obsoleszenzmanagement, das untersucht, wie nicht mehr verfügbare Bauteile wirtschaftlich und qualitätsgesichert additiv gefertigt werden können. Die praxisnahen Anwendungsbeispiele und der konkrete Nutzen für Betreiber und Hersteller stießen bei den Teilnehmenden auf großes Interesse und führten zu zahlreichen Fachgesprächen.

Qualifizierung als Voraussetzung für den Technologietransfer

Neben neuen Fertigungstechnologien rückte die Fachkräfteentwicklung in den Mittelpunkt. 

Steffen Wagner, Geschäftsführer der SLV Halle GmbH, betont: „Technologische Innovation und Fachkräftesicherung gehören untrennbar zusammen. Neue Verfahren entfalten ihren Nutzen erst dann, wenn ausreichend qualifiziertes Personal verfügbar ist.“

Ausbildungsleiter Sven Noack stellte die Bildungsangebote vor und zeigte, wie Qualifizierung den Transfer neuer Technologien in die Unternehmen unterstützt.

Vorgestellt wurden unter anderem:

  • Kostenfreie Weiterbildungsangebote des Bildungsverbunds Batterie Mitteldeutschland
  • TRAINS-Teilprojekt UV 22 – Nachwuchskräftesicherung für die Bahntechnikbranche
  • Abschlusslehrgang PTB – Perspektive Technologie Bahn!

Letzterer findet noch vom 17. bis 21. August 2026 im IHK-Bildungszentrum Dessau statt. Junge Menschen werden hier von den TRAINS-Projektpartnern gezielt an Berufe der Bahnbranche heranführt. 

Fachausstellung schafft Raum für neue Kooperationen

Während beider Veranstaltungstage ergänzte eine ausgewählte Fachausstellung das Symposium. Auch die SLV Halle GmbH war mit einem eigenen Stand vertreten. Torsten Kokot, Fachbereichsleiter für Metallurgie und Leiter des Teilprojekts UV 22, informierte über aktuelle Entwicklungen und Qualifizierungsangebote.

Der Messestand entwickelte sich zu einem wichtigen Treffpunkt für Fachgespräche. Insbesondere rund um die additive Fertigung entstanden intensive Diskussionen über zukünftige Anwendungsfelder, gemeinsame Projekte und weitere Möglichkeiten für Kooperationen.

Forschung, Bildung und Praxis gemeinsam denken

Das TRAINS-Fachsymposium zeigte eindrucksvoll, dass die Zukunft der Bahntechnik nur im Zusammenspiel von Forschung, Qualifizierung und industrieller Anwendung entsteht. Die SLV Halle GmbH brachte ihre Expertise in allen drei Bereichen ein und unterstrich damit ihre Rolle als Partner für Innovation, Wissenstransfer und Fachkräftesicherung in der Bahnbranche.

Das TRAINS-Bündnis

Das TRAINS Bündnis vernetzt seit 2019 Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Bildung. Es reagiert auf aktuelle Herausforderungen wie verlängerte Fahrzeuglaufzeiten, steigende Anforderungen an die Qualitätssicherung und den Fachkräftemangel.

Mit Projekten wie TRAINS UV19 leistet das Bündnis einen Beitrag zur Entwicklung zukunftsfähiger Lösungen im Schienenfahrzeugbau.