Verwechslungsprüfung von Stählen in der Wareneingangs- und Produktionskontrolle

Materialverwechslungen zählen zu den häufigsten Ursachen für Schadensfälle in der Stahlverarbeitung. Mit zunehmender Internationalisierung der Beschaffungsmärkte steigt die Bedeutung einer wirksamen Wareneingangs- und Produktionskontrolle.

Der Lehrgang vermittelt praxisnahe Grundlagen zur Verwechslungsprüfung von Stählen unter Bezug auf aktuelle Regelwerke, um Werkstoffdokumentationen wie Abnahmeprüfzeugnisse nach DIN EN 10204 zu interpretieren. Anhand eigener Prüfstücke und realer Beispiele lernen Teilnehmende, Abnahmeprüfzeugnisse korrekt zu bewerten und geeignete Prüfstrategien festzulegen.

Unternehmen profitieren von einer erhöhten Prozesssicherheit, reduzierten Haftungsrisiken und einer wirtschaftlich abgestimmten Qualitätskontrolle im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK).

Auf Anfrage bieten wir den Lehrgang auch als Firmenschulung und online an.

Zu den Terminen

Voraussetzung

Für die Teilnahme sind Mindestkenntnisse in Qualitätssicherung, Werkstofftechnik oder Schweißaufsicht erforderlich.

Kenntnisse in der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) sind vorteilhaft.

Berufliche Fähigkeiten

Unterscheiden von Stählen im Wareneingang und in der laufenden Produktion anhand geeigneter Prüfverfahren.

Ableiten belastbarer Entscheidungen für den weiteren Fertigungsprozess anhand der Ergebnisse aus Verwechslungsprüfungen.

Auswählen und Anwenden geeigneter Prüfmethoden zur Werkstoffidentifikation.

Systematisches Integrieren von Verwechslungsprüfungen in betriebliche Prüfabläufe zur Sicherstellung der Werkstoffkonformität.

Lehrgangsaufbau

  • Ursachen und Folgen von Materialverwechslungen
  • Bedeutung und Umfang der Verwechslungsprüfung im Qualitätsmanagement
  • Verbindliche und zusätzliche Angaben in Abnahmeprüfzeugnissen nach DIN EN 10204
  • Möglichkeiten und Grenzen mobiler Prüfverfahren

  • Unlegierte Baustähle und nichtrostende Stähle
  • Abgrenzung über Festigkeit, Härte und chemische Zusammensetzung

  • Stationäre Härteprüfverfahren Vickers, Brinell, Rockwell
  • Mobile Härteprüfverfahren Ultrasonic Contact Impedance (UCI), Rückprallverfahren, Through Indenter Viewing (TIV)
  • Grundlagen der mobilen spektrometrischen Analyse Funken-Optische Emissionsspektrometrie (F OES) und Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA)
  • Oberflächenvorbereitung und Einfluss auf Messergebnisse

  • Praktische Vorführungen mobiler Prüfverfahren
  • Interpretation und Bewertung von Prüfergebnissen
  • Einbindung in werkseigene Prüfkonzepte und WPK

Nach bestandener Abschlussprüfungen erhält jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eine Teilnahmebestätigung als Kompetenznachweis. Eine Prüfung findet nicht statt.

Termine

30.04.2026 Halle (Saale) 600 €
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27.11.2026 Halle (Saale) 600 €
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